Okt. 7, 2026 | Allgemein
Wir haben eine Frage an Dich: Was braucht die Kunst- und Kulturszene jetzt?
Liebe:r Freund:in von „der wiener salon“,
wir machen seit 22 Jahren die Sendung „der wiener salon“ auf Radio Orange. Vielleicht werdet Ihr im nächsten Jahr auch bei uns zu Gast sein.
Eines haben alle unsere Gespräche der letzten 22 Jahre gemeinsam: Sie haben „der wiener salon“ zu dem gemacht, was er heute ist.
Wir möchten Euch davor persönlich an einen Tisch mit anderen Gästen aus unseren Sendungen und Salons einladen.
Gemeinsam mit Gertraud Auinger-Oberzaucher schaffen wir einen neuen Rahmen, in dem wir miteinander ins Gespräch kommen. Nicht im Rahmen einer Podiumsdiskussion oder Vortrages, sondern bei einem gemeinsamen Mittagstisch, der Zeit für echte Begegnungen, neue Perspektiven und offene Gespräche bietet:
🗓️ 8. Oktober 2026
🕛 12:00 bis max. 15:00 Uhr
📍 Wiener Cucina, Arsenal Objekt 1, 1030 Wien
🌐 https://wienercucina.com/
📧 Bitte um verbindliche Anmeldung bis 7. Oktober: creiterer@derwienersalon.com
Es geht uns darum, zuzuhören:
- Was bewegt Dich aktuell?
- Wo stehen Kunst und Kultur vor besonderen Herausforderungen?
- Welche Chancen siehst Du für die Zukunft?
- Und welche Rahmenbedingungen braucht es, damit künstlerisches und kulturelles Schaffen in Wien und Österreich weiterhin gedeihen kann?
Wir möchten einen offenen Raum für persönliche Gespräche schaffen, neue Verbindungen ermöglichen und Ideen sammeln. Keine Podiumsdiskussion, keine langen Vorträge, sondern ein lebendiger Austausch auf Augenhöhe.
Als Salonieren und Radiomacherinnen von „der wiener salon“ liegt uns Deine Perspektive besonders am Herzen. Gemeinsam mit Gertraud Auinger-Oberzaucher, Nationalabgeordnete und Sprecherin für Kunst und Kultur NEOS, freuen wir uns darauf, mit Dir und unseren Gästen ins Gespräch zu kommen, von Deinen Erfahrungen zu hören und über die Zukunft von Kunst und Kultur zu diskutieren.
Wir möchten dabei nicht nur zuhören, sondern die gewonnenen Erkenntnisse auch in unsere Arbeit einfließen lassen. Manuela Sumah-Vospernik ist Mitglied der Kulturkommission Währing, ich bin Mitglied der Kulturkommission Landstraße. Der direkte Austausch mit Kunst- und Kulturschaffenden ist für uns eine wichtige Grundlage, um Herausforderungen, Bedürfnisse und Chancen besser zu verstehen. Die Impulse und Anregungen aus dieser Runde sollen daher ganz bewusst in unsere kulturpolitische Arbeit auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene einfließen.
Unser Ziel ist nicht nur ein einzelnes Treffen. Wenn diese erste Runde auf Interesse stößt, möchten wir den Dialog künftig regelmäßig fortsetzen und eine Plattform schaffen, auf der Kunst- und Kulturschaffende ihre Perspektiven, Anliegen und Ideen direkt einbringen und an die Politik adressieren können.
Da das Platzangebot bewusst begrenzt ist, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis 7. Oktober 2026.
Wir sind überzeugt:
Die besten Ideen entstehen dort, wo Menschen einander begegnen, zuhören und gemeinsam weiterdenken. Deine Erfahrungen, Deine Ideen und Deine Sicht auf die Zukunft von Kunst und Kultur interessieren uns. Wir möchten nicht über die Kunst- und Kulturszene sprechen, sondern mit den Menschen, die sie gestalten.
Wir freuen uns auf Deine Anmeldung und darauf, Dich am 8. Oktober persönlich begrüßen zu dürfen.
Herzliche Grüße
Christine Reiterer & Manuela Sumah-Vospernik
der wiener salon
Gertraud Auinger-Oberzaucher
Nationalratsabgeordnete NEOS, Zuständig für Kunst und Kultur
März 2, 2023 | Musik
Franz Hautzinger’s 60th Birthday-Concert ‚Regenorchester XVII‘ (A/USA)
Kaum zu glauben, doch Franz Hautzinger wird 60 … zehn Jahre nach den 50 gebrochenen Versprechungen (50 brocken promises) im Blue Tomato feiert er nun am 11. März 2023 gebührend mit seinem Regenorchester seinen sechzigsten Geburtstag im Porgy & Bess. Ein Termin den man sich keinesfalls versäumen sollte:
Franz Hautzinger: quartertone trumpet, electric trumpet
Christian Fennesz: guitar, laptop, electronics
Martin Siewert: guitar, electronic devices
Angus Thomas: bass
Lukas König: drums, electronics
Spricht man über Franz Hautzinger, so spricht man über einen Freigeist, wie er im Buche steht, von einem Musiker, der seit Jahren seinen eigenen unverwechselbaren Weg geht und sich bislang, auch aufgrund seiner einzigartigen und unverwechselbaren Spieltechnik, erfolgreich jeglichen Kategorisierungsversuche erfolgreich entzogen hat. Kurz, es handelt sich um eine der profiliertesten Musikerpersönlichkeiten Österreichs.
Beheimatet fühlt sich der inzwischen oftmals ausgezeichnete Trompeter und Komponist, wie seine zahlreichen Projekte belegen, vor allem an den Schnittstellen zwischen den einzelnen zeitgenössischen Musikgattungen. Egal ob nun im Jazz, in der Improvisation und Elektronik, in der Neuen Musik, Avantgarde oder der Weltmusik. Hautzinger versucht durch sein Spiel, Brücken zu schlagen, stilistische Grenzen außer Kraft zu setzen, um etwas völlig Neues und etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Aufgrund dieser einzigartigen Fähigkeiten ist es also nicht wirklich verwunderlich, dass er in seinem Fach auch international zu den gefragtesten Musikern zählt.
Die Augen für die improvisierte Musik öffnete Franz Hautzinger ein Konzert von Hannibal Marvin Peterson in der Jazzgalerie Nickelsdorf. Der 1963 in Tadten im burgenländischen Seewinkel geborene Musiker studierte Trompete und Komposition an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz und am Konservatorium der Stadt Wien. Just zu dem Zeitpunkt an dem sich der Trompeter anschickte, eine musikalische Karriere einzuschlagen, zwang ihn eine Lippenlähmung zu einer langen Zwangspause. „Daraufhin war es mir für zehn Jahre nicht vergönnt einen einzigen Ton zu spielen, was mir sehr leid tat, weil ich die Trompete ja geliebt habe und nach wie vor liebe“, so Hautzinger in einem mica-Interview.
Ein Schicksalsschlag, der im Nachhinein jedoch eine positive Wende nach sich zog. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, machte der Musiker weiter. Er nutze die Zeit dafür, sich intensiv mit seinem Instrument auseinanderzusetzen und eine eigene Spieltechnik zu entwickeln, die es ihm ermöglichte, sich wieder musikalisch zu betätigen. Mehr noch, es stellte sich heraus, dass die Art und Weise, wie er sein Instrument fortan zu spielen in der Lage war, in der Jazzmusik schlicht und einfach einzigartig war. Niemand vermochte es der Trompete ähnlich schräge Töne und Klänge zu entlocken, wie es Franz Hautzinger tat.
„Ich war der einzige, der so eine Musik machte, das heißt ich konnte überall hingehen, es gab nirgends irgendwelche Reibungspunkte“. Eine Vorteil, den er bis heute für sich zu nutzen weiß. 1986 nach Wien übersiedelt fand er schnell Anschluss an die dortige Jazzszene. Er lernte unter anderem Christoph Cech und Christian Mühlbacher kennen und spielte in der Bigband „Nouvelle Cuisine“ und im Oktett „Striped Roses“. Es folgte die gemeinsam mit Helge Hinteregger eingespielte CD „Zong of se Boboolink“, die erstmals eine Ahnung über die musikalischen Visionen von Franz Hautzinger zuließ.
Für den Trompeter lehrreich war auch ein mehrmonatiger Aufenthalt in London im Jahre 1995, wo er unter anderem Kontakte mit Größen wie Kenny Wheeler, Henry Lowther, John Russell und Steve Noble Kontakte knüpfen konnte. Die während dieser Zeit gewonnenen Erkenntnisse setzte der Burgenländer in Folge in unterschiedlichen Projekten, wie etwa beim „Regenorchester“ oder im Trio „Speakers’ Corner“, um.
Seinen Platz an der Spitze der internationalen Impro-Szene erklomm Franz Hautzinger, der seit 1989 auch die Stelle des Lehrbeauftragten für Ensembleleitung, Komposition und Arrangement an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien inne hat, mit seiner Aufsehen erregenden Solo-Trompeten-CD „Gomberg“ im Jahre 2000. Die Veröffentlichung schlug allerorts hohe Wellen, erschuf der Trompeter mit einer Musik doch ein bis dato ein noch nie gehörte Klangsprache, in dem herkömmliche musikalische Begrifflichkeiten keine Anwendung mehr gefunden haben.
Bis heute sprechen Kenner der Szene von einer der wichtigsten und wegweisendsten Platten der europäischen Improvisationsmusik der letzten Jahre. Was folgte waren unzählige Konzerte im In- und Ausland sowie zahlreiche Kollaborationen und CD-Einspielungen mit international namhaften KünstlerInnen wie etwa mit Elliott Sharp, Gil Evans, Sainkho Namtchylak, John Cale, Christian Fennesz, Otomo Yoshihide, Butch Morris, Phil Niblock, Klaus Öhring, Lou Reed, Derek Bailey, the Temptations. John Tilbury, Tony Oxley und Joachim Kühn.
Bis zum heutigen Tage hat sich nichts an der Einstellung des Burgenländers geändert. Egal ob nun als Solokünstler oder als Mitglied diverser Formationen, Hautzinger präsentiert sich als ein Musiker, der seiner Zeit stets einen Schritt voraus ist. Die Liebe zum Experiment sowie seine Neugier nach dem Neuem beflügeln den Trompeter zu ungeahnten kreativen Höchstleistungen. Mit seiner Fähigkeit, sein Trompetenspiel immer wieder neu zu erfinden, darf angenommen werden, dass dieser außergewöhnliche Musiker das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht hat. (Michael Ternai)
Geboren wurde der Freigeist an diesem Tage vor genau 60 Jahren. Das kann auch gefeiert werden. Welcome to the Club, Franz!
Quelle: Porgy & Bess, Christoph Huber
rhttp://www.franzhautzinger.com/
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